Magnetische Abschirmungen

Die Abschirmwirkung von elektrisch leitenden Materialien beruht auf Feldverdrängungseffekten. Für Schirmungsaufgaben gegen statische oder niederfrequente Magnetfelder sind unmagnetische Leiterwerkstoffe wie Kupfer oder Aluminium dagegen weitgehend unwirksam.
Um statische oder niederfrequente Magnetfelder wirksam abzuschirmen, werden weichmagnetische Legierungen eingesetzt. Der Wirkmechanismus beruht auf der gegenüber Luft um mehrere Zehnerpotenzen höheren magnetischen Leitfähigkeit (Permeabilität). Das Feld wird durch den Werkstoff „umgeleitet“.
Der Abschirmfaktor S ist das Verhältnis des Außenfeldes Ba zum verbleibenden Restfeld Bi im Innern einer Abschirmung. Für eine geschlossene zylinderförmige Abschirmung im Querfeld gilt z. B. näherungsweise folgende Formel:
S = µ * d / D
mit µ = relative Permeabilität, d = Blech- oder Wanddicke und D = Zylinderdurchmesser.
Reale Abschirmprobleme lassen sich dagegen nur selten analytisch lösen. Auch FEM-Simulationen liefern oft deutliche Abweichungen von der Wirklichkeit, wie unsere Laboruntersuchungen bestätigt haben.
Für die schnelle und kosteneffektive Lösung von Abschirmproblemen bietet die SEKELS GmbH jahrelange Erfahrung mit einer umfassenden Kenntnis der theoretischen und praktischen Lösungsansätze. Wir vermessen vor Ort oder in unserem Labor, legen die optimale Geometrie sowie den optimalen Werkstoff fest und fertigen von Prototyen bis zu Serienlieferungen, inklusive der notwendigen magnetischen Schlussglühung.
Wir bevorraten alle in Frage kommenden Legierungen von 80 % NiFe bis 50 % CoFe und kennen die optimalen Werkstoffspezifischen Bearbeitungsmethoden, vom einfachen Zuschnitt bis zu komplexen Verbundsystemen. Eine messtechnische Überprüfung der Abschirmwirkung führen wir computerunterstützt in Helmholtz-Systemen bis 2 m Durchmesser durch.

